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EULOS zu Gast in Luxemburg: Europäischer Austausch über Digitalisierung und Innovation in der Kommunalverwaltung

Im Rahmen ihrer jährlichen Jahresveranstaltung und ihres kontinuierlichen Engagements für den europäischen Erfahrungsaustausch besuchte die EULOS am 9. Juli 2026 zwei Ministerien in Luxemburg. Ziel der Besuche war es, sich über die aktuellen Digitalisierungsstrategien der luxemburgischen Verwaltung zu informieren und den fachlichen Dialog über die Zukunft moderner kommunaler Dienstleistungen zu vertiefen.

Die EULOS-Delegation wurde von Léon Gloden, Minister für innere Angelegenheiten, und Digitalisierungsministerin Stéphanie Obertin empfangen. An diesem Austausch nahmen außerdem Vertreterinnen und Vertreter der beiden Ministerien sowie die EULOS-Mitglieder aus Deutschland (DBB), Österreich (GÖD), der Schweiz (ZV) und Luxemburg (FGFC) teil, was den internationalen Charakter der Veranstaltung unterstrich.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die laufenden Digitalisierungsprojekte der luxemburgischen Regierung. Das Ministerium für innere Angelegenheiten präsentierte unter anderem die Plattform COSMOS sowie das Nationale Gemeinderegister (RNC – Registre National des Communes). Beide Projekte verfolgen das Ziel, Verwaltungsprozesse zu modernisieren, die Zusammenarbeit zwischen Staat und Gemeinden zu verbessern und kommunale Dienstleistungen effizienter zu gestalten.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung. Das Ministerium für Digitalisierung stellte seine Strategie für Innovation und Datenmanagement vor. Besonderes Interesse weckte die Partnerschaft mit Mistral AI sowie die Überlegungen zum verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz im öffentlichen Dienst. Ebenso wurde das Once-Only-Prinzip erläutert, das vorsieht, dass Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen bestimmte Daten der Verwaltung nur einmal zur Verfügung stellen müssen. Durch eine sichere und koordinierte Datennutzung können Verwaltungsverfahren dadurch deutlich vereinfacht werden.

Für die EULOS war insbesondere der praxisorientierte Ansatz Luxemburgs von großem Interesse. Die vorgestellten Projekte verdeutlichen, wie digitale Technologien genutzt werden können, um Verwaltungsprozesse effizienter zu gestalten und gleichzeitig die Qualität öffentlicher Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Ebenso wichtig ist dabei, die Mitarbeitenden der Kommunalverwaltungen aktiv in diesen Wandel einzubeziehen und sie bei der Einführung neuer digitaler Arbeitsweisen zu begleiten.

Der Besuch bot den Delegationen die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und bewährte Verfahren aus verschiedenen europäischen Ländern miteinander zu vergleichen. Gerade in Zeiten der digitalen Transformation ist der grenzüberschreitende Dialog von zentraler Bedeutung, um voneinander zu lernen und gemeinsame Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen.

Die EULOS bedankt sich herzlich bei den luxemburgischen Gastgebern – insbesondere beim Ministerium für innere Angelegenheiten, dem Ministerium für Digitalisierung und der FGFC – für den offenen Austausch und die hervorragende Organisation der Veranstaltung. Der Besuch hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll die europäische Zusammenarbeit für die Weiterentwicklung moderner, leistungsfähiger und bürgernaher Kommunalverwaltungen ist.