Gemeindesektor im Wandel: Digitalisierung braucht Zusammenarbeit und Weiterbildung
FGFC-Symposium bringt Regierung, Gemeinden und Personalvertretung an einen Tisch – Gemeinsamer Wille, die Herausforderungen der Zukunft partnerschaftlich anzugehen.
Wie sieht der Luxemburger Gemeindesektor in fünf oder zehn Jahren aus? Welche Rolle wird künstliche Intelligenz künftig in den Verwaltungen spielen? Und wie können die Beschäftigten auf Veränderungen vorbereitet werden, deren Geschwindigkeit heute kaum vorhersehbar ist?
Diese Fragen standen am Freitag, dem 23. Oktober 2026, im Mittelpunkt des FGFC-Symposiums im GRIDX in Wickrange. Unter dem Leitmotiv „Staark Gemengen, Modern Verwaltung, Nei Realitéiten – Digital, Resilient, Biergerno“ diskutierten Vertreter der Regierung, der Gemeinden und des Gemeindepersonals über die Zukunft des kommunalen öffentlichen Dienstes.
Zum Auftakt hatte FGFC-Präsident Claude Reuter die Wahl des neuen Bureau exécutif für die Mandatsperiode 2026–2031 bekannt gegeben und dessen Mitglieder vorgestellt. Mit dem Abschluss der basisdemokratischen Erneuerung ihrer Führungsstrukturen wolle die Gewerkschaft nun verstärkt den Blick nach vorne richten. Dabei unterstrich Reuter den Anspruch der FGFC, Veränderungen nicht lediglich zu kommentieren oder auf sie zu reagieren, sondern gemeinsam mit den politischen und institutionellen Partnern aktiv an Lösungen zu arbeiten.
An der von RTL-Journalistin Céline Eischen moderierten Diskussionsrunde nahmen Digitalisierungsministerin Stéphanie Obertin, SYVICOL-Vizepräsident Serge Hoffmann, FGFC-Präsident Claude Reuter sowie Steff Schaeler, Kabinettsdirektor im Innenministerium, teil. Schaeler vertrat den verhinderten Innenminister Léon Gloden.
Eine Zukunft, die sich immer schwieriger vorhersagen lässt
Gleich zu Beginn der Diskussion wurde deutlich, wie grundlegend sich die Rahmenbedingungen innerhalb weniger Jahre verändert haben. Während beim letzten FGFC-Symposium vor fünf Jahren die künstliche Intelligenz noch kaum eine Rolle im Verwaltungsalltag spielte, entwickelt sie sich mittlerweile mit einer Geschwindigkeit, die langfristige Prognosen zunehmend erschwert.
Dabei ging es weniger um die Frage, ob KI Einzug in die öffentlichen Verwaltungen halten wird, sondern vielmehr darum, unter welchen Bedingungen sie eingesetzt werden soll. Digitalisierungsministerin Stéphanie Obertin verwies auf die bereits eingeleiteten Initiativen des Staates, insbesondere die Nutzung von KI-Lösungen im Rahmen der Partnerschaft mit Mistral AI. Sie erläuterte, dass für die staatlichen Verwaltungen bereits gemeinsame Anwendungen und klare Regeln für den Einsatz von KI bestünden – insbesondere dazu, welche Werkzeuge dienstlich verwendet werden dürften und welche nicht. Der Einsatz solcher Technologien eröffnet neue Möglichkeiten, wirft zugleich aber Fragen zur Datensicherheit, zum Zugang zu Informationen und zur konkreten Anwendung in den Verwaltungen auf.
Für den kommunalen Sektor stellt sich damit eine zusätzliche Herausforderung: Wie können die Gemeinden von diesen Entwicklungen profitieren, ohne parallel eigene und möglicherweise inkompatible Strukturen aufzubauen?
Zwischen kommunaler Autonomie und gemeinsamen digitalen Lösungen
Luxemburg verfügt über 100 Gemeinden sowie zahlreiche Gemeindesyndikate und Sozialämter. Die kommunale Autonomie ist ein grundlegendes Prinzip dieses Systems. Bei der Digitalisierung führt diese Vielfalt jedoch auch zu Herausforderungen, insbesondere wenn unterschiedliche Informatiklösungen eingesetzt werden und gemeinsame Standards fehlen
Die Ministerin hob hervor, dass die Regierung erheblich in die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung investiere. Zugleich würdigte sie die Zusammenarbeit mit dem kommunalen Informatiksyndikat SIGI. Ein sichtbares Beispiel für diese Kooperation sei die Weiterentwicklung von MyGuichet.lu, das als gemeinsamer, vertrauter Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen gestärkt werden solle.
MyGuichet.lu als zentraler Zugang für Bürgerinnen und Bürger
Seit Februar 2026 können Bürgerinnen und Bürger nach Aktivierung des entsprechenden Dienstes ihre kommunalen Rechnungen aus den vergangenen fünf Jahren zentral über MyGuichet.lu einsehen. Die Plattform ermöglicht damit eine einheitliche Übersicht, selbst wenn jemand umzieht oder mit mehreren Gemeinden in Kontakt steht. Benachrichtigungsfunktionen sollen zusätzlich auf neu verfügbare Unterlagen aufmerksam machen.
Die gemeinsam von SIGI, der Stadt Luxemburg und dem staatlichen Informatikzentrum CTIE entwickelte Lösung veranschauliche, wie eine koordinierte Digitalisierung konkrete Erleichterungen im Alltag schaffen könne. Ziel sei es, die Bevölkerung schrittweise mit einem zentralen digitalen Zugang vertraut zu machen, statt sie für unterschiedliche Behördengänge auf verschiedene Portale zu verweisen.
COSMOS: Datenaustausch zwischen Staat und Gemeinden vereinfachen
Steff Schaeler stellte seinerseits die vom Innenministerium vorangetriebene Plattform COSMOS vor, die schrittweise die bestehende Anwendung e-MINT ersetzen soll. COSMOS steht für „Communes, Syndicats, Ministères, Offices sociaux“ und soll sich zu einer gemeinsamen digitalen Schnittstelle zwischen dem Staat und dem kommunalen Sektor entwickeln.
Vorgesehen sind unter anderem ein nationales Gemeinderegister, ein zentraler Zugang für unterschiedliche Verwaltungsverfahren sowie ein transparenterer Austausch von Informationen und Unterlagen. Auch die Bearbeitung von Subventionsanträgen und der Status kommunaler Dossiers sollen künftig stärker gebündelt und nachvollziehbar werden. Damit will das Innenministerium Verwaltungsabläufe vereinfachen und die Zusammenarbeit mit den Gemeinden systematisch verbessern.
Schaeler verwies außerdem auf eine Besonderheit des Luxemburger Verwaltungsaufbaus: Anders als in Ländern mit zusätzlichen regionalen Ebenen wie Präfekturen stehen hier vor allem Staat und Gemeinden in einem unmittelbaren Verhältnis. Umso wichtiger sei die enge Partnerschaft zwischen beiden Ebenen. Das Innenministerium verstehe sich dabei als Unterstützer der Gemeinden – auch bei der Umsetzung gemeinsamer Vorhaben wie COSMOS und dem nationalen Gemeinderegister.
Once Only: einmal anfragen, besser vernetzt bearbeiten
Eng damit verbunden ist das sogenannte Once-Only-Prinzip. Die dahinterstehende Idee: Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen sollen Angaben und Unterlagen, die einer Behörde bereits vorliegen, bei einer weiteren Verwaltungsanfrage grundsätzlich nicht erneut einreichen müssen. Die zuständigen Stellen sollen benötigte Informationen – unter Einhaltung der geltenden Datenschutzregeln – untereinander austauschen können.
Langfristig gehört dazu auch eine transparente Bearbeitung: Wer einen Antrag stellt, sollte möglichst über eine zentrale Schnittstelle nachvollziehen können, wie weit das Verfahren fortgeschritten ist und welche Stelle gerade zuständig ist. Die einzelnen Verwaltungsdienste müssen sich dafür im Hintergrund besser miteinander vernetzen. COSMOS soll insbesondere im Austausch zwischen Gemeinden und staatlichen Stellen eine wichtige technische Voraussetzung schaffen.
Reuter begrüßte dieses Ziel, machte jedoch in diesem Zusammenhang auf ein grundlegendes Problem aufmerksam: In den meisten Gemeinden seien die bestehenden Archive bislang nicht vollständig digital erfasst. Gerade diese Digitalisierung und die strukturierte Verfügbarkeit der Dokumente seien jedoch wesentliche Voraussetzungen für ein optimal funktionierendes Once-Only-Prinzip. Ohne diese Grundlagen bestehe die Gefahr, dass moderne digitale Plattformen geschaffen würden, während die für ihre Nutzung erforderlichen Informationen weiterhin in Papierarchiven lagerten. Deshalb brauche es nicht nur neue Plattformen, sondern auch gemeinsam abgestimmte Standards und eine engere Zusammenarbeit mit dem Staat.
Die FGFC machte zudem darauf aufmerksam, dass Informationen über neue Verfahren oder ministerielle Rundschreiben nicht immer sämtliche betroffenen Beschäftigten erreichten. Technische Neuerungen könnten ihren Nutzen aber nur dann vollständig entfalten, wenn diejenigen, die täglich damit arbeiten, frühzeitig informiert, vorbereitet und eingebunden würden.
Aus Sicht der FGFC braucht es deshalb eine engere Abstimmung zwischen dem staatlichen Informatikzentrum CTIE, dem kommunalen Informatiksyndikat SIGI und den betroffenen Verwaltungen. Bevor neue Systeme entwickelt werden, müsse geprüft werden, welche bestehenden Lösungen sich gemeinsam nutzen oder anpassen lassen.
Gleichzeitig plädierte Reuter für einen stärker priorisierten Ansatz. Statt zahlreiche komplexe Fragestellungen gleichzeitig lösen zu wollen, sollten klare Umsetzungsschritte mit nachvollziehbaren Verantwortlichkeiten und realistischen Zeitplänen festgelegt werden. Die Erfahrungen der bisherigen Gespräche am KI-Tisch zeigten, wie schwierig Fortschritte werden könnten, wenn zu viele Themen gleichzeitig behandelt würden.
Cybersicherheit als Grundlage digitaler Resilienz
Mit der zunehmenden Vernetzung von Staat und Gemeinden rückt neben der Vereinfachung der Verwaltungsabläufe auch die Cybersicherheit stärker in den Vordergrund. Denn gemeinsame Plattformen und digitale Schnittstellen eröffnen neue Möglichkeiten, erfordern aber zugleich wirksame Schutzmaßnahmen. Werden miteinander verbundene Systeme nicht ausreichend abgesichert, können Schwachstellen in einer kommunalen Anwendung im Ernstfall auch andere öffentliche Stellen gefährden. Der Schutz der staatlichen und kommunalen IT-Systeme muss deshalb von Beginn an gemeinsam mitgedacht werden.
Cybersicherheit ist damit ein wesentlicher Bestandteil kommunaler Resilienz: Dazu gehören geschützte Zugänge, klare Zuständigkeiten, regelmäßige Datensicherungen, verlässliche Notfallpläne und geschultes Personal. Die im Mai 2026 in Kraft getretene Luxemburger NIS2-Gesetzgebung unterstreicht diesen Handlungsbedarf. Sie nimmt auch die Gemeinden in die Pflicht, Cyberrisiken systematisch zu berücksichtigen und die Kontinuität ihrer Dienste abzusichern. Verantwortung tragen dabei nicht nur die Informatikdienste, sondern ebenso die politischen und administrativen Entscheidungsträger.
Gerade weil das Innenministerium die Resilienz des Gemeindesektors stärker in den Fokus rückt, darf diese nicht allein als Vorbereitung auf physische Krisen verstanden werden. Zur Widerstandsfähigkeit einer modernen Gemeinde gehört ebenso, dass ihre digitalen Dienstleistungen auch bei Störungen geschützt sind und nach einem Zwischenfall möglichst rasch wieder funktionieren.
Mehr Aufgaben erfordern auch die notwendigen Mittel
SYVICOL-Vizepräsident Serge Hoffmann rückte die unterschiedlichen Ausgangsbedingungen der Luxemburger Gemeinden in den Mittelpunkt.
Die Gemeinden übernehmen zunehmend Aufgaben, die weit über ihre traditionellen Zuständigkeiten hinausgehen. Neben Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung gewinnen auch Krisenvorsorge, Resilienz und neue gesetzliche Anforderungen an Bedeutung. Eine solche Entwicklung setze jedoch voraus, dass den Gemeinden die erforderlichen finanziellen, personellen und organisatorischen Mittel zur Verfügung stehen.
Gleichzeitig machte Hoffmann auf einen bemerkenswerten Aspekt aufmerksam: Weder die Größe einer Gemeinde noch ihre finanziellen Möglichkeiten seien zwangsläufig ausschlaggebend für den Fortschritt bei der Digitalisierung. Mindestens ebenso entscheidend sei, welchen politischen Stellenwert die Verantwortlichen diesen Entwicklungen einräumten und mit welcher Konsequenz entsprechende Projekte vorangetrieben würden.
Damit verdeutlichte Hoffmann, dass die digitale Transformation nicht ausschließlich eine Frage der verfügbaren Ressourcen ist, sondern ebenso von politischen Prioritäten, strategischen Entscheidungen und dem Willen zur konkreten Umsetzung abhängt.
Das Personal muss Teil des Veränderungsprozesses sein
Besonderes Gewicht erhielt die Frage, welche Auswirkungen Digitalisierung und künstliche Intelligenz auf die Beschäftigten haben werden.
Neue Technologien können Arbeitsabläufe vereinfachen, Routinetätigkeiten reduzieren und neue Möglichkeiten eröffnen. Gleichzeitig können sich Aufgabenprofile verändern oder bisherige Tätigkeiten teilweise wegfallen. Die Diskussionsteilnehmer waren sich darin einig, dass die berufliche Weiterbildung und gegebenenfalls Umschulung des Personals deshalb eine zentrale Voraussetzung für den erfolgreichen Wandel darstellen.
FGFC-Präsident Claude Reuter unterstrich, dass die Gewerkschaft die Digitalisierung und den technologischen Fortschritt ausdrücklich befürworte. Gleichzeitig müsse man sich bereits heute auf den Wandel zahlreicher Berufsbilder einstellen. Dieser betreffe keineswegs nur die administrativen Laufbahnen: Auch Arbeiter und technische Bedienstete seien längst mit komplexen Technologien, digital gesteuerten Maschinen und zunehmend automatisierten Arbeitsprozessen konfrontiert.
Auch im öffentlichen Personentransport könnten Automatisierung und perspektivisch autonom fahrende Fahrzeuge die Aufgaben Hunderter Beschäftigter langfristig verändern. Reuter betonte deshalb die Verantwortung, frühzeitig für abgesicherte berufliche Zukunftsperspektiven zu sorgen – durch gezielte Weiterbildung, Umschulung und die Möglichkeit, neue Aufgaben zu übernehmen. Technologischer Fortschritt dürfe nicht zulasten der Menschen gehen, die den öffentlichen Dienst täglich tragen.
Für die FGFC reicht es allerdings nicht aus, lediglich zusätzliche technische Schulungen anzubieten. Benötigt werde eine umfassende Personalentwicklungsstrategie, die neue Kompetenzen vermittelt und den Beschäftigten auch dann berufliche Perspektiven eröffnet, wenn sich ihre bisherigen Aufgaben verändern.
Reuter erneuerte in diesem Zusammenhang die langjährige Forderung der FGFC nach einer grundlegenden Weiterentwicklung des Institut national d’administration publique (INAP) zu einer modernen Berufsschule für den öffentlichen Dienst.
Die steigende Nachfrage nach Weiterbildungen im Bereich der künstlichen Intelligenz, unter anderem beim Digital Learning Hub, verdeutliche die Dimension der bevorstehenden Aufgabe. Bei insgesamt rund 60.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst könne eine flächendeckende Qualifizierung nicht allein durch die bisherigen klassischen Schulungsformate gewährleistet werden.
Erforderlich seien daher neue, flexible und breit zugängliche Ausbildungsmodelle, die kontinuierliches Lernen stärker in den Berufsalltag integrieren. Das gelte nicht nur für neue KI-Anwendungen, sondern auch für den verantwortungsvollen Umgang mit sensiblen Daten und die alltägliche Cybersicherheit.
Personalvertretungen als Partner der Modernisierung
Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion betraf die Einbindung der Beschäftigten in politische und organisatorische Entscheidungsprozesse. Reuter sprach sich dafür aus, den Personaldelegationen künftig eine stärkere Rolle bei der Planung und Umsetzung von Reformen einzuräumen.
Sie könnten eine wichtige Vermittlungsfunktion zwischen den politischen Verantwortlichen und dem Gemeindepersonal übernehmen. Gerade bei Digitalisierungsprojekten und organisatorischen Veränderungen verfügten die Personalvertretungen über wertvolle Kenntnisse der konkreten Arbeitsabläufe und praktischen Bedürfnisse.
Ihre frühzeitige Beteiligung könne dazu beitragen, Probleme schneller zu erkennen, die Akzeptanz neuer Verfahren zu erhöhen und Reformen effizienter umzusetzen. Die FGFC sieht darin keinen Gegensatz zur kommunalen Autonomie, sondern eine Möglichkeit, diese durch einen stärkeren internen Sozialdialog mit Leben zu füllen.
Gemeinsam handeln statt nebeneinander entwickeln
Trotz unterschiedlicher Perspektiven zeigte die Diskussion eine breite Übereinstimmung in wesentlichen Fragen. Die Digitalisierung des Gemeindesektors wurde von den Beteiligten grundsätzlich als Chance betrachtet. Zugleich bestand Einigkeit darüber, dass technische Innovationen allein nicht ausreichen, um den öffentlichen Dienst zukunftsfähig zu machen.
Voraussetzung sind eine bessere Zusammenarbeit zwischen staatlicher und kommunaler Ebene, leistungsfähige gemeinsame Strukturen und vor allem eine konsequente Investition in die Kompetenzen des Personals.
Für SYVICOL-Vizepräsident Serge Hoffmann gehört zu einer solchen Partnerschaft auch eine faire Aufgaben- und Finanzierungsverteilung: Wenn der Staat zusätzliche Missionen oder Zuständigkeiten auf die Gemeinden übertrage, müsse er ihnen zugleich die dafür erforderlichen finanziellen Mittel zur Verfügung stellen. Nur so könnten die Gemeinden zusätzliche Aufgaben dauerhaft und in der notwendigen Qualität erfüllen.
Die Vertreter der Regierung und des SYVICOL unterstrichen ihre Bereitschaft, den konstruktiven Dialog mit dem kommunalen Sektor fortzuführen. Auch die FGFC bekräftigte ihren Willen, sich als aktiver Partner in diesen Prozess einzubringen.
Damit lieferte das Symposium weniger einen fertigen Maßnahmenkatalog als vielmehr eine gemeinsame Orientierung für die kommenden Jahre. Die entscheidende Herausforderung wird nun darin bestehen, aus dem Dialog konkrete und abgestimmte Schritte abzuleiten – insbesondere bei der Weiterbildung, der Harmonisierung digitaler Systeme und der stärkeren Einbindung des Gemeindepersonals.
Ein gemeinsamer Gedanke verband die Beiträge der Diskussionsteilnehmer: Für Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für Unternehmen sind die Gemeinden häufig die erste Anlaufstelle und damit ein wichtiges Eingangstor zur öffentlichen Verwaltung. Deshalb muss der kommunale Sektor mit der technologischen Entwicklung Schritt halten – im nationalen ebenso wie im europäischen Umfeld. Entscheidend ist dabei nicht Digitalisierung um ihrer selbst willen, sondern ein öffentlicher Dienst, dessen Angebote verständlich, nützlich, zugänglich und sicher sind.
Denn eine moderne Verwaltung entsteht nicht allein durch neue Technologien. Sie braucht Menschen, die den Wandel mittragen können, und Partner, die bereit sind, ihn gemeinsam zu gestalten.
Im Anschluss an das Symposium lud die FGFC zu einem Cocktail dînatoire ein.
In angenehmer, ungezwungener Atmosphäre setzten die Gäste die Gespräche über die Themen des Symposiums hinaus fort und nutzten die Gelegenheit, kollegiale und berufliche Kontakte zu pflegen und zu vertiefen.
Auch dieser persönliche Austausch spiegelte das Selbstverständnis der FGFC wider: Gewerkschaftsarbeit kann proaktiv, im offenen Dialog und im Miteinander gestaltet werden. Die FGFC versteht sich dabei nicht nur als Interessenvertretung des Gemeindepersonals, sondern als aktiver Partner bei der gemeinsamen Entwicklung tragfähiger Lösungen für die Zukunft des Gemeindesektors.
Alle Fotos vom FGFC- Symposium und dem Cocktail dînatoire vom 23. Oktober 2026 Passwort : FGFC
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